Nikon AF-S 105mm/f1.4E ED Preview: Ein erster Blick

Nikon AF-S 105mm/f1.4E ED Preview: Ein erster Blick

Das Nikon AF-S 105mm/f1.4E ED

Nikon AF-S Nikkor 105mm/f1.4E ED

Das Nikon AF-S Nikkor 105mm/f1.4E ED

Gestern ist endlich das neue Nikon 105mm/1.4 bei mir eingetroffen. Ein Objektiv auf das ich mich schon sehr gefreut habe! Als ich gehört habe, dass Nikon ein 105/1,4 rausbringt, hatte ich schon gleich das Gefühl, dass es auf Anhieb meine neue Lieblingslinse werden könnte. Ich habe es gleich vorbestellt, und habe recht ungeduldig gewartet, bis es endlich ausgeliefert wird. Nun ist es also angekommen, und ich konnte das gute Stück auspacken. Bei der Gelegenheit habe ich auch gleich mal mein erstes Video für YouTube gedreht. Auf dem Kanal werde ich in Zukunft regelmäßig Equipment vorstellen und testen, und Tipps und Erfahrungen aus dem Berufsalltag des Fotografen weitergeben. Hier könnt Ihr das Unboxing-Video des Nikon 105mm/1.4 sehen (Sorry für die mäßige Qualität, ich habe das spontan mit meiner Fuji XT-10 ohne Vorbereitung und richtige Einstellungen  gefilmt und hochgeladen. In Zukunft werde ich natürlich auf bessere Qualität achten.):

 

 

Warum das 105mm/f1.4?

Testfoto Nikon 105mm/f1.4 Nacht

105mm, Blende 1.4, 1/80 Sek., ISO 1600, Nikon D5

Noch eine kleine Erklärung, warum ich das neue 105er unbedingt haben wollte: Ich fotografiere relativ viel Porträt und Reportage. So zum Beispiel bei Hochzeiten etc. Da spielen die typischen, lichtstarken  Porträtlinsen zwischen 85mm und 200mm ihre Stärken sehr deutlich aus. Bisher hatte ich das Nikon 85mm/f1.8 und das Nikon DC 135mm/f2 in der Tasche. Das sind beide sehr gute Linsen, mit denen ich sehr gerne und häufig fotografiere. Warum nun also ein 105/1.4? Das 135er habe ich öfters für Einzelporträts genutzt, da es ein wirklich tolles Bokeh hat. Allerdings merkt man dem Objektiv die ältere Bauweise etwas an: Es ist nicht so scharf wie moderne AF-S-Linsen, und auch der Fokus trifft nicht immer so präzise. Auch leidet es leider oft an recht starker Chromatischer Aberration (CA). 135 Millimeter sind auch oft ein klein wenig zu lang, wenn es nicht nur Kopfporträts sein sollen.

Testfoto Nikon 105mm/f1.4 Test

105mm, Blende 1.4, 1/250 Sek., ISO 1600, Nikon D5

Gerade, wenn zwei Personen abgebildet werden sollen (was z.B. bei Hochzeitsfotos typischerweise der Fall ist), ist die Brennweite meist einen Ticken zu viel. Dafür ist das Bokeh dem des 85/1.8 deutlich überlegen. Deshalb habe ich auch schon öfters auf ein 85mm/f1.4 geschielt, allerdings war mir der Unterschied zum 85/1.8 da nicht deutlich genug, um die Mehrkosten zu investieren. Die 85mm sind dann wieder in einigen Situationen etwas kurz. Wenn man nur Oberkörper-/Kopfporträts machen möchte, muss man mit dem 85er schon relativ nah ran. 105 Millimeter sind da also genau die goldene Mitte. Kombiniert mit dem zu erwartendem tollen Bokeh bei Blende 1.4 (Ihr merkt schon, ich bin ein großer Bokeh-Fan ;-)), und der erhofften Schärfe der neuen Linse, ist es also genau mein Traumobjektiv für Porträts (und um die Frage vorweg zu nehmen: ja, ich hatte auch schon gelegentlich mit dem 105mm/f2 DC geliebäugelt…) !

Der erste Eindruck des neuen Nikkor 105/1.4

Testfoto Nikon 105mm/f1.4 Nürnberg

105mm, Blende 1.4, 1/125 Sek., ISO 1600, Nikon D5

Wenn man das Objektiv auspackt, fällt einem doch erst mal die Dimension dieser Linse auf. Mit einem knappen Kilo, ist es schon ein Gewichtsfaktor, und mit 82mm Filterdurchmesser und der entsprechenden Streulichtblende ist das Ganze dann ein richtiger Brummer. Also nicht unbedingt das Immer-Dabei- oder Reiseobjektiv, aber das habe ich von dem neuen Nikkor auch gar nicht erwartet. Es fühlt sich dafür aber auch sehr solide und gut verarbeitet an. Nach dem Auspacken habe ich natürlich auch mal ein paar Fotos mit dem Teil gemacht.

Testfoto Nikon 105mm/f1.4

105mm, Blende 1.4, 1/250 Sek., ISO 1600, Nikon D5

Ich bin nicht der größte Fan von Siemenssternen etc., also habe ich es an die Nikon D5 geschraubt, und bin ich abends noch ein wenig in die Stadt gegangen um einen ersten Eindruck zu bekommen. Auch wenn ich nur ein paar relativ belanglose Zufallsmotive fotografiert habe, kann ich jetzt schon sagen, dass die Linse absolut scharf ist und ein sehr schönes Bokeh hat. Auch konnte ich bei zahlreichen Fotos gegen Lichtquellen und mit hohem Kontrast etc. bisher keinerlei Abbildungsfehler im Bild entdecken. Der Härtetest kommt dann (wie bei mir üblich) gleich voll im echten Leben, nämlich beim nächsten Job. Mal sehen, wie sich das Nikon AF-S Nikkor 105mm/f1.4E ED (so die volle offizielle Bezeichnung) dann bei Porträts und Hochzeiten schlägt. Ich werde auf jeden Fall nochmal berichten!

 

4 Comments

  1. Manuel Küfeldt
    28. November 2016 at 22:39 — Antworten

    Und schon weitere Erfahrungen mit der Linse sammeln können? =)

    • admin
      29. November 2016 at 15:47 — Antworten

      Ja, habe ich! Ich werde dazu demnächst auch etwas schreiben. Ich bin nur noch nicht richtig dazu gekommen, da ich momentan recht viel um die Ohren habe. Aber das wird zeitnah kommen 🙂

  2. Lehrmann Rudolf
    24. Januar 2017 at 2:12 — Antworten

    Und ist es sein Geld wert???
    Glaube kaum…
    Das AF-S 1,8/85 mm. G ist laut DXOMark sehr gut mit der Nikon D 800 und kostet nut 499 €.
    Aber werde mir Deinen Bericht lesen!
    Mfg.
    Lehrmann Rudolf

    • admin
      25. Januar 2017 at 22:17 — Antworten

      Es ist auf jeden Fall eines der besten (wenn nicht gar das beste) Objektive, die ich bisher hatte. Das AF-S 85/1.8 habe ich auch. Es war bis zur Anschaffung des 105er meine Standard-Portraitlinse. Jetzt verwende ich es kaum mehr. Das 85er ist definitiv ein sehr gutes Objektiv, aber das 105mm/1.4 ist deutlich besser. Ich hätte selbst nicht gedacht, dass es in dieser Deutlichkeit tatsächlich möglich gewesen wäre… Ob es sein Geld wert ist, ist dabei natürlich eine individuelle Frage. Ich mache viel Portrait und lebe von der Fotografie. Für mich war es auf jeden Fall eine lohnende Invetition. Im reinen Preis-/Leistungsverhältnis ist das AF-S 85/1.8 aber unschlagbar.
      Ich bin gerade umgezogen, und deshalb in letzter Zeit nicht zum Bloggen gekommen. Ich werde den versprochenen, ausführlichen Bericht zum 105er aber bald nachreichen!

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